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Am Sonntag "Misericordias
Domini", dem 10. April 2005, wurde im Gottesdienst
Fiona Zoe Wild getauft.
Der Name des Sonntags, die Barmherzigkeit des Herrn,
weist auch auf den Taufspruch aus Psalm 36 hin, den
die Eltern für ihre Tochter ausgewählt haben:
"Herr, deine Güte
reicht so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so
weit die Wolken gehen."
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Dass Gott gütig ist, haben Fionas Eltern erfahren,
als sie ihre Tochter in Händen hielten. Klein
und zerbrechlich und dennoch ein unbezahlbarer Schatz
ist sie, meinte Pfarrer Boch. Es erfüllt ihre
Eltern mit großer Freude, dass Gott ihnen
solch ein Geschenk anvertraut hat.
Warum ist Gott aber gütig und gibt sich mit
den Menschen viel Mühe, so fragte Pfarrer Boch.
Im Weltall sind wir kleiner als ein Staubkorn aber
Gott hat uns so geschaffen. Er hat allen Menschen,
auch Fiona das Leben geschenkt und darum ist ihm
keiner egal.
In der Taufe bietet er seine Begleitung auf dem
Lebensweg an. Für diese Zusage stellt Gott
keine Bedingung. Man kann sein Angebot glaubend
annehmen.
Gott liebt einen Menschen nicht weil er etwas Besonderes
kann oder einen guten Eindruck auf ihn macht. In
seiner großen Güte lieb er jeden wie
er ist.
Das Wasser, das bei der Taufe über den Kopf
gegossen wird, hilft uns Gottes Angebot zu verstehen.
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| Wie uns Wasser beim Waschen reinigt, so
hat Jesus alles weggewischt, was zwischen Gott und den
Menschen stehen kann. Die Taufe ist das Angebot, dass
wir durch den Glauben an Jesus Christus ohne Hindernisse
zu Gott kommen können. |
| Er ist für uns
da, ihm können wir vertrauen. Bei ihrer Taufe
ist Fiona noch zu klein um dies zu begreifen. Darum
sind bei der Taufe die Eltern und Paten dabei. Sie
haben versprochen Fiona durch ihre Liebe Gottes
Liebe spürbar zu machen und ihr von Gott und
seinem Sohn, Jesus Christus, zu erzählen. Er
hält Gutes für ihr Leben bereit und freut
sich ihr Begleiter sein zu können. |
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Bei der Taufe sprach Pfarrer Boch
ein Segensgedicht, das die Uroma von Fiona verfasst
hat. |
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Heute ist der erste Ehrentag für dich -
ganz unbewusst tust du den Schritt ins Leben -
jedoch die Füßlein tragen dich noch
nicht - und treue Hände schützend dich
umgeben.
Noch zählst du wenige Tage hier auf Erden
- Der Menschen "Sein" ist dir noch so
verborgen - Du lebst in deiner kleinen Welt allein
- ganz unberührt von Alltagsnot und Sorgen.
Vor Kurzem erst hast du das Licht der Welt erblickt
- Die Welt, in der die Zukunft uns oft dunkel
will erscheinen - Doch glücklich haben deine
Eltern dich ans Herz gedrückt - und Gott
gedankt, er wird auch dich begleiten! |
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Mag Gott, der Herr, nun durch der Taufe Bund, dich als sein
Kind annehmen und dir geben,
ein immer fröhlich Herz, zu jeder Stund', ein Leben
- glücklich - reich, durch seinen Segen! |
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Warum Gott die Menschen lieb hat, werden wir
vielleicht nie begreifen. Auch der Ton weiß
nicht was der Töpfer mit ihm vorhat.
Gottes Weisheit ist viel größer als
wir es uns vorstellen können und manches
bleibt Gottes Geheimnis.
Pfarrer Boch wünschte Fiona, dass sie es
selbst einmal spüren wird, dass Gott es ernst
meint, mit dem was er ihr in der Taufe zugesagt
hat. Dann kann sie später selbst Ja zur Taufe
und damit auch Ja zu Gott sagen. Und sie wird
erfahren, dass Gott kennen Leben ist. Denn seine
Güte ist unvorstellbar weit wie der Himmel
und seine Treue reicht so weit, wie die Wolken
ziehen.
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