Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Gemeindeversammlung am 14.7.2002

Bericht zur Gemeindeversammlung von Pfarrer Matthias Boch

Zunächst gab Pfarrer Boch einen Kurzbericht über Ereignisse im Leben unserer Gemeinde in der zurückliegenden Zeit. Dabei konnte er jedoch nur einzelne Dinge herausgreifen und beleuchten, manches wurde deshalb nicht genannt, ist deshalb aber nicht weniger wichtig für unsere Gemeinde.
In der vorletzten Gemeindeversammlung am 21. Mai 2000 - Also vor etwas mehr als zwei Jahren - wurde aus der Gemeindeversammlung heraus angeregt, den Krankenpflegeverein neu zu aktivieren.

- Krankenpflegeverein: ein Ausschuss aus Kirchengemeinderäten und anderen Gemeindeglieder hat sich in der Folge dieser Anregung daran gemacht, zu überlegen, welche Aufgaben sinnvoll wären, um vom Krankenpflegeverein unterstützt zu werden.
Auf den 11. Mai 2001 wurden alle Beitragszahler des Krankenpflegevereins zu einer Mitgliederversammlung eingeladen. Dort wurde die neue Satzung vorgestellt.
Im aktuellen Gemeindebrief ist ein Prospekt abgedruckt, in dem die Aufgaben des Diakoniefonds bzw. Krankenpflegevereins dargestellt werden. Für alle interessierten liegt dieser Prospekt auch zum Mitnehmen aus. Er ist ganz besonders dafür gedacht, neue Beitragszahler zu werben.
Im Krankenpflegeverein wurden in der Folgezeit mehrere Vortragsveranstaltungen und Seminare veranstaltet, die sich mit den Themen "Trauer, Pflegeversicherung, Pflegebedürftigkeit" beschäftigten:
Als Beispiele nannte Pfarrer Boch:
Schuldekan Raupp: In der Stunde des Todes, es gab zwei Veranstaltungen zum Thema: "Suizid", im November 2001 gab es zwei Tage für Frauen, die ihren Mann verloren haben mit Frau Dagmar Maess aus Jena, die Krankenhausseelsorgerin vom Diakonissenkrankenhaus Pfarrerin Rau gestaltete speziell für die Mitarbeiter des Besuchsdienstes einen Abend zum Thema: Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden, Frau Dr. Bejick vom Diakonischen Werk Baden sprach über die Möglichkeiten einer Patientenverfügung.
Im Zuge dieser Arbeit wurde ein Zuschuß beim Diakonischen Werk beantragt und uns wurden 2500 DM zur Verfügung gestellt.
Neben den Veranstaltungen wurde eine kleine Mitarbeiterbibliothek aufgebaut, ein Cassettendienst für Menschen, die nicht mehr selbst zum Gottesdienst kommen können wurde eingerichtet, damit auch diese Gemeindeglieder zuhause am Gottesdienstlichen Leben Anteil nehmen können, die Fortbildung der Besuchsdienstmitarbeiter soll auch in diesem Rahmen geschehen.
Darüber hinaus wurde eine Stelle geschaffen - im Rahmen der Geringfügigkeitsgrenze - eine Mitarbeiterin koordiniert die Arbeit des Besuchsdienstes, organisiert die Vortragsabende und Seminare, sammelt Informationen über Hilfsangebote für Trauernde, pflegende Angehörige, Sterbende etc. und steht der ganzen Gemeinde 1 x pro Woche zur Zeit Dienstag nachmittags von 14-16 Uhr im Pfarramt zu Verfügung, um Ratsuchenden Auskunft zu geben, oder auch Hilfen zu vermitteln.
Bis April dieses Jahres hat Evelyn Oberacker diese Aufgabe wahrgenommen. Seit Mai ist Carmen Roth an dieser Stelle. Wir danken Frau Oberacker für die ersten Monate, die sie diese Stelle ausgefüllt hat, und wir wünschen Frau Roth Gottes Segen für die weitere Arbeit. Nach den großen Ferien wird sie im Rahmen des Gottesdienstes auch offiziell in ihren Dienst eingeführt werden.

Auch im Bereich der Diakonie: der Kindergarten.
Politische Gemeinde ist an die Kirchengemeinde herangetreten. Es wurde ein neuer Vertrag ausgearbeitet. Auslöser: größere Zuschüsse vom Land, Kirchlicher Anteil blieb wegen des Vertrages unberührt, obwohl zusätzlich noch 1 Gruppe weniger in unserem Kindergarten Schwalbennest war,
Ende 2000 wurde deshalb mit allen kirchlichen Trägern Liedolsheim und Rußheim und katholischer Kirchengemeinde ein neuer Vertrag über Kindergartenfinanzierung entwickelt.
In Kraft getreten Januar 2001.
Wesentlicher Unterschied zum alten Vertrage:
Wegfall der Deckelung und 10 % Anteil der Kgde am Gesamtdefizit (Vorher 20 % am Personalkostendefizit verbunden mit einer Deckelung: bis 45 000 + 10% bei allem, was darüber liegt)
Dieses Jahr haben wir damit noch einen geringeren Anteil als zuvor zu zahlen, in den nächsten Jahren wird bei steigenden Kosten auch unser Anteil steigen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir in erneute Verhandlungen mit der politischen Gemeinde treten müssen, weil unser Anteil an der Kindergartenfinanzierung unsere finanziellen Möglichkeiten so weit übersteigt, dass wir in anderen Bereichen tiefe Einschnitte vornehmen müssten.

Der Kirchengemeinderat war am 17./18. März 2001 zu einer Ältestenrüste in Bad Bergzabern. Auch auf dieser Tagung stand der Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden Zeiten auf der Tagesordnung. Die Ältesten haben sich aber auch darüber unterhalten, was in Zukunft in unserer Gemeinde dran ist und haben sich Zeit genommen, um die Arbeit unserer Gemeinde und ihre Mitarbeiter im Gebet vor Gott zu bringen.

Die Beschallungsanlage hier in der Kirche konnte mit mehreren Arbeitseinsätzen des Kirchengemeinderates und zum Teil auch anderen Mitarbeitern eingebaut und in Betrieb genommen werden. Großes Spendenaufkommen: ca. 24 000 DM - Gesamtkosten rund 30000 DM.
Inzwischen haben wir die anfänglichen Schwierigkeiten fast überwunden und die Geräte haben schon manchen Härtetest überstanden. Techniker haben wir wenige. An dieser Stelle dankte Pfarrer Boch besonders Gernot Bolz für die sonntägliche Präsenz und für die vielen außergewöhnlichen Gottesdienste, an denen er wie selbstverständlich die Beschallungstechnik betreut.

23./24. Juni 2001: Gemeindefest in und um Gemeindehaus und Kirche. Unter dem Thema Schöpfung. Mit Kunstaustellung, Konzert im Pfarrgarten etc.

Sept 2001 Verabschiedung von Steffen Beck aus der Arbeit in unserer Gemeinde und im CVJM. Seit November neuer CVJM-Sekretär: Ralph Schmidhuber

11. September 2001 - am 15. September: Ökumen. Gottesdienst mit Rußheim zusammen, große Beteiligung

Ältestenwahl
26. Oktober 2001: Vorstellung der Kandidaten
11. November 2001: Neuwahl des Kirchengemeinderates; 5 alte Kirchengemeinderäte 3 neue; 1. Weihnachtsfeiertag: Einführung

Unser Posaunenchor feiert in diesem Jahr sein 90. Jubiläum. Mehrere Veranstaltungen: besonderer musikalischer Gottesdienst am 3. März, das gemeinsame Serenadenkonzert am 23. Juni und das Konzert mit dem Bläserensemble der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg unter dem Motto "Blech und Musik" jetzt am Donnerstag um 19.30 Uhr hier in der Kirche.

Im Frühjahr bekamen wir eine Gemeindepraktikantin, die 4 Wochen lang die Arbeit von Pfarrer Boch und die Gemeinde begleitete und kennen lernte. Nicole Kempf hat es sehr gut bei uns gefallen und sie hat viele Eindrücke in ihr weiteres Studium der Theologie mitgenommen.

Kreuzweg! Menschen aus der Gemeinde gestalteten Stationen des Kreuzweges - aus ihren Lebens- und Glaubenserfahrungen heraus. Etwas Neues und im Vorfeld von manchen kritisch beäugt. Aber die, die es auf sich wirken ließen haben gemerkt, wie die biblischen Texte durch die Kunstwerke ganz neu wirken konnten.
Parallel zum Kreuzweg war der Vorraum der Kirche zum Gebet und zum Innehalten geöffnet. Wenn der Turm saniert ist, wollen wir dies noch einmal aufgreifen und diesen Raum dauerhaft für diesen Zweck öffnen.
Nächstes Jahr ist um die gleiche Zeit eine Austellung mit einem Bilderzyklus zur Geschichte der Emmausjünger von Holzkünstler Erwin Würth geplant.

19. April: wurde Pfarrer Boch zum Bezirksdiakoniepfarrer gewählt - das bedeutet, dass aus Zeitgründen weniger Besuche möglich sein werden

Die Turmsanierung ist zur Zeit noch im Gang.

30. Juni 2002 Kindergartenjubiläum mit Jubiläumsbuch

Weitere Punkte der Gemeindeversammlung waren:

Haushaltsplan (Finanzausschuß / Uwe Imke)

Pfarrhausausbau (Jürgen Oberacker)

Allgemeine Fragestunde und Aussprache (Walter Frasch)

 

 
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