Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Als mein Einsatz mit "Operation Mobilisation"in Südafrika im Herbst 1999 langsam konkret und im CVJM darüber berichtet wurde, konnte ich mir niemals ausmalen, was dieser Einsatz, der im Januar 2001 anfing und vor ca. einem Monat endete, tatsächlich für Auswirkungen auf mich und meine Beziehung zu Gott haben wird.

Gestaltet war das halbe Jahr so, dass es immer unterteilt war in theoretische (Lehr-)Einheiten und die Möglichkeit, direkt Menschen zu begegnen (was man wohl als "Praxis"bezeichnet).
Eine Zeit, die für mich sehr wichtig war,drehte sich um das Vaterherz Gottes und darum, wie unsere Beziehung zu Gott aussieht und was uns daran hindert, diese Beziehung nicht noch intensiver zu erfahren.

Während unserer Einsätze, die in unterschiedlichsten Gebieten und mit den unterschiedlichsten Leuten Südafrikas stattfanden, arbeiteten wir sehr stark mit örtlichen Gemeinden zusammen, die oft wenig mit dem Thema "Mission" vertraut waren.
Gott hat uns sehr oft aber dazu gebrauchen Können, diese Gemeinden mit dem Missionsgedanken "anzustecken".
Die "Idee" von "Operation Mobilisation" ist, wie der Name ja schon vermuten lässt, nicht "nur" Menschen Gottes Liebe zu vermitteln sondern dabei auch Gemeinden zu begeistern, sich an dieser großen Aufgabe zu beteiligen (die Gemeinde also "mobilisieren").

Im vergangenen Jahr sind viele Dinge geschehen, die mich einiges gelehrt haben; ich durfte viel von Gottes Liebe und auch Macht miterleben, sehen, wie er Menschen zu sich zieht.
Aber nicht nur durch die Einsätze und die Schulungen allein habe ich viel dazulernen können, sondern auch sehr sehr viel durch das enge Leben im Team und das sich Auseinandersetzen mit anderen Kulturen und Persönlichkeiten.

Mir sind sehr viele Dinge wichtig geworden, die ich in meiner Beziehung zu Gott beibehalten möchte aber es ist eine Sache, wo ich leicht dazu neige, sie zu vergessen;es geht mir manchmal so, dass ich dieses halbe Jahr an Erfahrungen (mit Gott) und die intensive Beziehung, die ich dort so einfach mit ihm haben konnte auch auf dieses halbe Jahr beschränke und jetzt häufig fast selbverstaendlich davon ausgehe, dass hier im "Alltag" eine so intensive Beziehung und so tiefe Erfahrungen nicht möglich sind.Aber das stimmt nicht, Gott bleibt immer derselbe, es ist nur schwieriger, Gott Raum zu geben, ihm mein Leben so "einfach" zu überlassen, wo vorher ein halbes Jahr lang ein "geschützter" Rahmen vorhanden war.
Ich möchte jetzt also nicht versuchen der schönen Zeit nachzutrauern und mich zurueckzu sehnen, dorthin wo scheinbar alles einfacher war, sondern mich hier neu ganz auf Gott ausrichten und daran beteiligt sein, was er hier wirkt und wirken wird.

Ich bedanke mich sehr bei meiner Gemeinde, die mich für diesen Einsatz ausgesandt hat; es war schön zu spüren, im Gebet getragen zu werden.
Eure Kristina

          Seitenanfang