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Der Volkstrauertag sollte eigentlich Welttrauertag
heißen, so meinte Pfarrer Boch zu Beginn seiner
Predigt am Sonntag, den 18. November 2001.
Es geht dabei nicht nur darum, um der Opfer der vergangenen
Kriege zu gedenken. Wir sollten vielmehr trauern, dass
es noch so viele Konflikte und Kriege auf dieser Welt
gibt. Wir sollten trauern, dass oft Gewalt das Leben
durchdringt, auch in Familien, Schulen und Städten.
Unsere Jugend wächst mit einem Gewaltpotential
auf, denken wir dabei an die oft rohen Computerspiele.
Wir sollten auch trauern, weil Konkurrenzdruck vielerorts
an der Tagesordnung ist.
Vielleicht müssen wir auch bald neue Mahnmale für
Opfer des Krieges in Afghanistan errichten.
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In Jeremia 8 lesen wir zum heutigen Tag:
So spricht der Herr: Wo ist jemand, wenn er fällt,
der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand,
wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Warum will denn dies Volk zu Jerusalem irregehen für
und für? Sie halten so fest am falschen Gottesdienst,
dass sie nicht umkehren wollen. Ich sehe und höre,
dass sie nicht die Wahrheit reden. Es gibt niemand,
dem seine Bosheit leid wäre und der spräche:
Was hab ich doch getan! Sie laufen allle ihren Lauf
wie ein Hengst, der in der Schlacht dahinstürmt.
Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube,
Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie
wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des
Herrn nicht wissen.
Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.
So schrieb Martin Luther im kleinen Katechismus. In
unserer Zeit gibt es einen Zwang zum eigenen Erfolg.
Uneinsichtigkeit verwehrt den Schritt zum ersten versöhnenden
Schritt. Die Lüge regiert, weil viele nicht zugeben
wollen einen Fehler gemacht zu haben.
Aus den Worten Jeremias hören wir Ratlosigkeit.
Merkt der Mensch nicht die Reaktion auf sein Tun? Wer
auf der Straße hinfällt, steht doch auch
wieder auf. Wir kehren doch um, wenn wir uns bei einem
Ausflug mit dem Weg vertan haben.
Die Folgen des falschen Weges im Leben sehen wir täglich.
Aber sehen wir auch Gottes Ordnungen und wie finden
wir unseren Gott? Er ist es, der dem Chaos die Ordnung
gab. Sogar die Vögel wissen wo es lang geht. Von
Gott können wir in der Bibel lesen, wie er die
Unordnung ordnete und uns so das Leben ermöglichte.
Aber die lebensfeindlichen Kräfte sind immer noch
am Werk. Gott will, dass nicht durch unser Zutun die
Welt wieder ins Chaos stürzt. Wir Menschen können
an seiner Ordnung lernen, wie wir das Leben richtig
leben. Er weis wie das Leben sinnvoll gestaltet werden
kann. Er ist in Jesus zu uns gekommen um uns zu helfen.
In 5 Wochen erinnern wir uns an Weihnachten wieder daran.
Kein anderes Fest wird so viel gefeiert und so wenig
verstanden. In Jesus hat sich Gott auf unsere Seite
gestellt. Er kam nicht nur für die Gerechten, sondern
für die, die Fehler machen. In Jesus hat Gott Partei
ergriffen für die, die vom Leben betrogen werden.
Gott wird getreten, wenn Menschen getreten werden. Gott
wird getötet, wenn Menschen getötet werden
- im World Trade Center in New York, in Afghanistan,
in Israel und anderswo auf dieser Welt. Im Namen Gottes
und im Namen der Zivilisation darf Menschen kein Leid
zugefügt werden. Das galt früher und ist heute
noch so.
Jeremia fragt, warum alle den falschen Weg rennen. Hier
klagt Gott durch Jeremia, aber er hofft auch. Was ist
unsere Hoffnung? Wir können zu Gott umkehren und
unser Können und Wollen hinterfragen. Umkehren
zu Gott heißt, ohne einen Verdienst nackt vor
ihm zu stehen. Wir brauchen ihm nichts vorzumachen.
Er liebt uns von Herzen!
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Pfarrer Matthias Boch dankte in diesem Gottesdienst
allen, die am vergangenen Sonntag von ihrem Wahlrecht
Gebrauch machten. Auch sprach er allen Helfern seinen
Dank aus.
In diesem Gottesdienst wurden nun die bisherigen Ältesten
verabschiedet. Teilweise scheiden sie ganz aus diesem
Gremium aus. So standen Gina Oberacker, Rita Wenz, Dietmar
Kubach und Reiner Oberacker nicht mehr zur Wahl. Pfarrer
Boch bedankte sich bei Allen, dass sie sich mit ihren
Gaben und Fähigkeiten eingebracht haben. Sie haben
gebetet, geplant, vorgedacht, Klagen angehört und
vermittelt. Manches ist in der Stille geschehen. In 72
Sitzungen, ohne die Sondersitzungen und Arbeitseinsätze,
wurden mit Pfarrer Woll und Pfarrer Boch die geistige
Leitung der Gemeinde geschultert.
Pfarrer Boch dankte für die gute Atmosphäre
und das Engagement der Ältesten. |
Besonderen Dank sprach er Reiner Oberacker
aus, der 18 Jahre dem Kirchengemeinderat angehörte.
Er überreichte die Ehrennadel in Gold und die Glückwünsche
des Dekans.
Nach dem Ablauf der Einspruchsfrist, am kommenden Sonntag,
wird das neue Team seine Arbeit antreten. |
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