Bericht zur Klausurtagung des Kirchengemeinderats

Klausurtagung des Kirchengemeinderats Liedolsheim in Neusatz vom 21.-23. September 2018

Fuhren wir im letzten Jahr freitags bei herrlichem Sonnenschein nach Neusatz, kamen wir dieses Mal bei strömendem Regen an. Das passte genau zu unserer Grundstimmung – Pfarrer Bochs Weggang und damit die Vakanz schwebten über uns….!

Es wartete die Arbeit, und so begann nach dem Abendessen unsere Sitzung. Pfarrer Boch informierte den KGR über den Jahresabschluss 2017, dieser stimmte dem vom VSA vorgeschlagenen Verwendungsbeschluss zu.

Es folgten Beratung und Beschluss über die Modernisierung der Homepage der Kirchengemeinde. Zum Thema „Rückblick auf die Jahre 2014-2018“ hatte Iris Oberacker in zeitaufwändiger Arbeit sämtliche Beschlüsse dieser Jahre einzeln auf Zettel aufgelistet. Diese heftete Pfarrer Boch nach dem Vorlesen auf die großen Jahresplakate. Mit Lied und Abendgebet von Uli Stöckl endete die Sitzung. Den Tagesausklang gestalteten wir mit Knabberzeug und Getränken in den schönen Ledersesselchen im Eingangsbereich des Henhöferheims.

Mit Frühstück und Margarete Kammerers kurzem Impuls zum Tag begann der Samstag. Um uns bei unseren Planungen zur Vakanz zu unterstützen, war Dekan Dr. Reppenhagen fast zwei Stunden bei uns zu Gast. Er referierte über

•    Fahrplan Pfarrstellenbesetzung

•    Vertretungsregelungen

•    Verwaltung durch Pfarrer Waskow

•    Aufgaben des KGR

•    Zuständigkeiten bei Notfällen

•    Umgang mit Visitationszielen

Seine Ermutigung am Ende lautete:

„Vakanz ist leistbar – bleiben Sie gelassen!“

Nach Dr. Reppenhagens Weggang ging es für uns nach kurzer Pause weiter mit dem Thema „Vakanz II“, das die Terminplanung bis Ende 2018 und auch für 2019 beinhaltete. Es wurde beraten über Gottesdienst- und Sitzungstermine sowie besondere Veranstaltungen wie z.B. den Alpha-Glaubenskurs 2019.

Zwei Stunden Freizeit je nach Neigung konnte jeder von uns nach dem Mittagessen verbringen, bevor wir uns außerhalb im Sonnenschein Kaffee und Kuchen schmecken ließen, um dann auch zügig „Vakanz III“ in Angriff zu nehmen. Jetzt kam die umfangreiche Verteilung der Verantwortlichkeiten während der Vakanz. Pfarrer Boch hatte uns gebeten, uns bis zum Klausur-Wochenende zu überlegen, was wir von seinen bisherigen Aufgaben übernehmen möchten und können. Bemerkenswert finde ich dabei, dass von den vielen Punkten nur zwei mit einem Fragezeichen versehen werden mussten, also vorläufig nicht zugeteilt werden konnten!

Nach dem Abendessen besuchten wir gemeinsam den Wochenschluss-Gottesdienst in der zum Henhöferheim gehörenden kleinen Kirche. Danach mussten wir noch mal „sitzen“, es stand an der „Ausblick auf die Kirchenwahlen am 1. Advent 2019“. Pfarrer Boch verwies

auf einen Artikel in „ekiba intern“, in dem erste Informationen über die Wahl zu finden sind. Bis zum Frühjahr 2019 muss ein Wahlausschuss gebildet werden. Die Mitglieder des KGR werden die vor fünf Jahren im Wahlausschuss tätigen Personen anfragen, ob sie wieder mitwirken möchten.

Sehr emotional verlief unser geistlicher Abschluss des Tages, bei dem Folgendes zu tun war:

„Jeder schreibt 3 Gebete auf Zettel, diese einsammeln, mischen, wieder austeilen – jeder, der möchte, liest ein oder mehrere Gebete“.

Mit einigen Liedern, begleitet von Pfarrer Boch mit seiner Gitarre, dem anschließenden Abendsegen und dem zweiten gemütlichen Beisammensein endete dieser Tag.

Am Sonntag befassten wir uns kurz mit der Frage „Wie war die Klausurtagung für mich – was ist offen geblieben?“, bevor wir im Tagungsraum gemeinsam Gottesdienst und Abendmahl feierten. Natürlich nicht ohne Mittagessen und herzliche Verabschiedung machten wir uns gegen 13.30 Uhr auf die Heimreise.

Enden möchte ich mit der gerade in diesen Tagen gefundenen freundlichen Ermahnung:

Hab acht auf dich

 

Hab acht auf dich,

dass du nicht von einer Aufgabe zur nächsten eilst,

dass du dich nicht verlierst im Arbeiten und Tun,

nimmt dir Zeit für dich selbst, für dein Sein.

Hab acht auf dich,

dass du nicht nur zugeschriebene Rollen spielst,

den Erwartungen aller gerecht werden willst,

sei bei allem ehrlich mit dir selbst.

Hab acht auf dich,

dass du nicht deine Träume und Ziele aufgibst,

sie dienen der Orientierung in deinem Leben

und zeigen dir Wege der Erfüllung.

Hab acht auf dich,

dass dein Glaube nicht austrocknet,

sondern dass er mit dir wachse und sich wandle,

damit Gott dir Weggefährte bleibt.

(Irmela Mies-Suermann, in: Pfarrbriefservice.de)

 

 

Renate Schneider